Die Ukraine wurde von einer großen Delegation vertreten: Parlamentsdeputant Viktor Yelenskiy, Vorsitzender des Staatsdepartments für religiöse und nationale Angelegenheiten Andriy Yurasch, Mufti der muslimischen Gemeinschaft der Ukraine „Umma“ Scheich Said Ismahilov, Kommissionsvorsitzender der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche Ihor Schaban,  Vorstand der Ukrainischen Assoziation „Allright“ Seiran Arifov, Україна бере участь у Міжнародній міжрелігійній конференції в Катарі

Vorsitzender des Interreligiösen Dialogs Imad Abu Ar-Rub,  Stellvertretender Vorstand des Staatsdepartments für religiöse und nationale Angelegenheiten Larissa Vladichenko.

Scheich Said Ismahilov teilte die Thematiken mit, über die die Vertreter der Ukraine auf der Konferenz Bericht erstatten wollen:

— „Es wird einen kurzen Bericht über die ukrainische Erfahrung mit interreligiösen Beziehungen geben. In den Lobbies berichten alle über die Ukraine und das, was auf der Krim und im Osten des Landes passiert. Russen werden auf der Konferenz nicht sein. Außerdem interessiert die muslimischen Länder unsere Erfahrungen mit interreligiösen Freundschaften, Zusammenarbeit und Dialog. Es ist interessant, wie die Ukraine so gleichberechtigt wurde. Wir versuchen zu erklären, dass nicht wir diesen Weg ausgewählt haben, sondern dieser Weg uns ausgewählt hat, dass wir durch die Revolution der Würde und den Eigenschutz vor Okkupanten gemeinsam durch diese Herausforderungen gehen.“

Am zweiten Tag der 13. Interreligiösen Konferenz Religions and Human Rights begann die Arbeit in Sektionen.

— „Zwei Drittel der Teilnehmer besuchten die Sektion Religious views on extremism and terrorism («Religiöse Sicht auf Extremismus und Terrorismus»). Die Moderatoren sind Wissenschaftler und Vertreter verschiedener Religionen aus allen Teilen der Welt: Von Argentinien bis Indien und Malaysia“, schreibt der Scheich.  „Die Massenmedien zeigen fast nur den «islamischen Terrorismus» und schenken dem russischen Terror keine Beachtung. Doch ich erinnere daran, dass bei uns schon fast vier Jahre die  «antiterroristische Operation» andauert, und wenn es diese gibt, heißt es, dass es Terrorismus gibt.  Wenn man auf die Wisschenschaftler und Experten der verschiedenen Länder hört, ergibt sich ein neues Bild über die Welt nach dem zweiten Weltkrieg, in der Terrorismus ein mächtiger Faktor er Geopolitik geworden ist.  Die Teilnehmer der Sektion unterstreichen, dass sogar einflussreiche Länder die Waffen des Terrors ergreifen. Uns Ukrainern ist das so vertraut wie niemandem sonst. Denn nicht alle Terroristen haben weitreichende Artillerie, Panzer, Systeme  für Salvenfeuer und die Aufrüstung einer Berufsarmee. Doch die Ukraine muss sich vor genau solche beschützen...“

Laut Scheich Said Ismailov gab es keine Vertreter der Russischen Föderation auf der Konferenz.