Im Parlament wurde am 27. Februar eine Gemäldeausstellung zum Thema „Kirchen in der Ukraine“ eröffnet, die gesammelt wurde, um ein Zeugnis über die freundlichen Beziehungen zwischen Ukrainern und Deutschen zu geben. Die Ausstellung der einzigartigen Bilder lutherischer Kirchengebäude findet im Rahmen der größeren Ausstellung „Der Planet Erde — vereint“ (Ukraine- Deutschland) statt.

An der Bilderserie „Kirchen in der Ukraine“ arbeitete der erfolgreiche ukrainische Künstler und Mitglied des Nationalen Rats der Maler  der Ukraine, der ethnisch deutsche Harri Ruf. Die Arbeit dauerte über 3 Jahre und wurde dem 500-jährigen Reformationsjubiläum gewidmet.

Die Ausstellung fokussiert sich auf das historisch-kulturelle Erbe  der deutschen Kolonisten in der Ukraine.

 

Über die Geschichte der ethnischen Deutschen erzählte der Vorsitzende des Rats der Deutschen in der Ukraine, Georgiy Mosor: «Vor Beginn des Großen  Vaterländischen Kriegs lebten 1.200.000 Deutsche in der Sowjetunion. Es gab eine Republik der Deutschen, Pobolsche, mit ihrem Zentrum für in der Stadt Engels.  Wussten Sie, dass am 28. August 1941 auf Beschluss der sowjetischen Führung 560.000 Deutsche innerhalb von 48 Stunden nach Sibirien und Kasachstan deportiert wurden? Die Mehrheit der sowjetischen, russischen und ukrainischen Deutschen lebte bis zum Krieg in der Ukraine in vier Regionen — die Regionen um Saporizhia, Cherson, Odessa und Dnipro. Allein in diesen Regionen lebten 540.000 Deutsche. Heute leben in unserem Land 73.500 Deutsche».

Die Ausstellung wurde zuerst 2016 im Ukrainischen Konsulat in Berlin, im Rahmen des „Abends für ethnische Deutsche in der Ukraine“ gezeigt.